Content- und Redaktionsplanung – Wie fange ich an?

 

Sind Ziele und Zielgruppen der Social Media Aktivitäten definiert, dann kann es ja eigentlich sofort losgehen oder?! Im Prinzip ja. Aber genau an dieser Stelle tun viele sich schwer. Man hat sich Gedanken darüber gemacht, welche Themen in frage kommen, hat ganz viele Ideen im Kopf und trotzdem steht man nun wie der Ochs vor’m Berg. Um sich von Beginn an Zeit und Energie zu sparen, gilt es den Knoten im Kopf zu entwirren und die Überlegungen zu organisieren. 

                                                

Ideen, Ideen

Es macht Sinn, schon von Beginn an größer und langfristiger zu denken und sich einen möglichst großen Ideen-Pool anzulegen. Fragen, die man sich stellen sollte, damit man die vielfältigen Möglichkeiten erkennt:

  • Was möchte ich über mein Unternehmen erzählen? Sind es die Produkte, die speziell und erzählenswert sind, die Menschen, die Unternehmenskultur? Gibt es z.B. tolle Förderprogramme für die Mitarbeiter oder interessante Aufgabenfelder, die es anderswo nicht gibt?
  • Gibt es aktuelle Themen und Anlässe, über die meine Zielgruppe unbedingt Bescheid wissen sollte? Haben wir einen Preis gewonnen oder planen wir einen Tag der offenen Tür? Sind wir regelmäßig in unserer Gemeinde aktiv?
  • Welche Themen sind in der Lebenswelt meiner Zielgruppe interessant? Welche Herausforderungen haben meine Adressaten zu bewältigen, bei denen ich als Unternehmen helfen kann?

Das Stichwort hinter allen Fragen istMehrwert. Welchen konkreten Nutzen haben meine Themen und wie lässt sich dieser attraktiv darstellen? Für alle, die sich schwer damit tun, den Anfang zu finden, gibt es diese Hilfestellung: Wir können überlegen, was wir Freunden und Familie über unser Unternehmen, unsere Arbeit, unsere Aktivitäten erzählen und warum. Haben wir gerade was aktuelles, besonders witziges oder emotionales im Kopf? Oder sind wir einfach stolz darauf, was wir zusammen mit den Kollegen erreicht haben? Dann hat man ganz schnell ein paar Ideen zusammen.

Wichtig für’s Brainstorming: Alles ist erlaubt, alles wird aufgeschrieben. Aussortiert wird später. Falls man sich unsicher ist, was die Zielgruppe eigentlich bewegt und welche Fragen sie sich stellt, hilft auch eine Recherche beim Wettbewerb oder auch in den Suchmaschinen und Keyword-Tools. Gibt man z.B. bei Google Stichworte ein, schlägt Google Suchanfragen rund um dieses Stichwort vor. Auf den Ergebnisseiten sind außerdem meistens gängige Fragen zu dem Thema aufgeführt. In den gängigen Keyword-Tools kann man darüber hinaus direkt nach Fragen, die tatsächlich so auf Suchmaschinen gestellt wurden, suchen. 

 

 

Organisation

Ist der Ideen-Pool erstmal fertig, geht es an die Organisation der Ideen und der Abläufe. Dafür kann man auf einfache Google Drive Tabellen zurückgreifen oder auch auf Projektmanagement Tools wie Asana, Monday, Microsoft Teams und andere. Geeignet ist das Tool, mit dem alle Beteiligten gut arbeiten können.

Dort kann man nun gut erkennbar aufschlüsseln: 

  1. Welche Themen haben Priorität?

Hier hat es sich bewährt als erstes alle aktuellen Anlässe, zu denen man Beiträge verfassen möchte, einzuplanen. Als nächstes die Dinge, von denen man annimmt, das sie für die Zielgruppe super interessant und aktivierend sind. Und erst dann die Themen, bei denen man sich unsicher ist, die man aber ausprobieren möchte. Und das ist immer eine gute Idee. Zu dem Thema Test and Learn kommen wir später. 

 

     2. Welche Themen eignen sich für welche Formate auf welchen Plattformen?

Die Formate werden von der Plattform vorgegeben und natürlich gibt es für viele Themen Formate, die sich besser eignen als andere. Gleichzeitig stellt sich auch hier schon die Frage nach den Ressourcen. Wenn ich Eindrücke von einer Veranstaltung teilen möchte, würden diese natürlich in einem Video-Format authentischer wirken als in einem Bilderkarussell. Der Aufwand dafür ist aber in der Regel auch größer. Deshalb gilt es hier immer auch pragmatisch zu bleiben. Wo lohnt sich der größere Aufwand und wo tut es auch ein Bild-Text-Format bzw. wo ist sogar das Bild-Text-Format zu präferieren?

 

     3. Welche Ressourcen habe ich zur Verfügung und wer macht was?

Habe ich ein eigenes Social Media Team zur Verfügung, das sich regelmäßig um die Erstellung von Beiträgen kümmern kann? Kann ich auf Kollaborateure im Unternehmen zurückgreifen, z.B. auf Kollegen aus anderen Abteilungen, die mir mit Themen aus ihrem Bereich zuarbeiten? Gibt es einen Grafiker im Unternehmen, der sich um die Bilderwelten kümmern kann oder muss sich Jemand in dieses Thema einarbeiten? Aus den Ressourcen, die ich für meine Social Media Aktivitäten einplanen kann, ergibt sich die Frequenz, mit der ich meine Social Media Profile bestücken und mit meiner Community interagieren kann. Natürlich ist mehr meist besser, aber viel wichtiger ist es, dass der Content qualitativ so überzeugend ist, dass es die Erwartungen der Zielgruppe trifft und sie dran bleibt. Viel hilft nicht viel, wenn es verhallt. Wenn ich bei meiner Zielgruppe aber die Erwartung setze, dass ich sie einmal in der Woche anspreche, dann sollte ich diese Erwartung auch bedienen und so die Aufmerksamkeit aufrecht erhalten.

Die Aufgaben sollten von Beginn an so verteilt werden, dass Jeder weiß, was er zu tun hat und auch in dem gewählten Tool für alle Anderen jederzeit erkennbar ist, welche Person sie für welche Aufgabe ansprechen können.

 

Posten/ Einrichten

Abhängig davon, wie viele Profile Du für Dein Unternehmen unterhältst und wie oft Du pro Woche Beiträge postest, kann es sinnvoll sein, ein Social Media Planungstool zu nutzen. Sich auf jeder Plattform einzuloggen und Beiträge mehrfach die Woche händisch zu posten kostet Zeit. Mit Scheduling-Tools lassen sich die Beiträge an einem einzigen Ort im Voraus einrichten und werden dann automatisch zur eingestellten Zeit gepostet. Dabei sind kostenpflichtige Tools wie Hootsuite, iconosquare, Social Report oder Keyhole den kostenlosen Plattformeigenen Tools überlegen. Neben der Planung, Erstellung und Bearbeitung von Postings bieten sie auch Monitoring und Analysefunktionen. Aber auch die kostenlose Business Suite,  das Creator Studio von Facebook, mit der man Facebook und Instagram Beiträge vorplanen kann, hat diese Funktionen. 

 

Erfolgsmessung

Um zu überprüfen, ob Deine Beiträge entsprechend Deiner Zielsetzung ankommen, solltest Du Dich nicht nur auf Deine Intuition verlassen, sondern den Erfolg über KPIs (Key Performance Indicators) messen. Setze Dir am Besten feste Termine, an denen Du die für Dich interessanten Werte erhebst oder aus den Analysetools runterlädst und systematisch auswertest. Teste verschiedene Content-Formate und Inhalte und vergleiche sie miteinander. Welche stiften am meisten Interaktion, werden kommentiert oder sogar geteilt? Welche bekommen die größte Reichweite? Mit einer solchen Test and Learn Strategie erhältst Du die nötigen Insights, um Deine Content-Strategie fortlaufend zu optimieren. Wichtig! Jeder Algorithmus muss erstmal lernen, was bei Deiner Community gut ankommt und was nicht. Deshalb benötigt es mehr als ein paar Posts im selben Format, bevor Du Ergebnisse erhältst, die für eine Entscheidung für oder gegen eine Weiterführung des Formats sinnvoll sind. 

 

Wir hoffen, dass Dir dieser Beitrag dabei hilft, Deine ersten Schritte auf den vielfältigen Social Media Plattformen zu gehen. Wenn Du Hilfe dabei benötigst oder auch mal Deine Strategie und Umsetzung auf Herz und Nieren prüfen lassen möchtest, dann melde Dich gerne bei uns. Schreib uns in die Kommentare, ob Dir dieser Blog-Beitrag gefällt und über welches Thema Du gerne mehr wissen möchtest.

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